📊, liebe Cruncher!
Periods When To Make Money – so heißt eine Grafik, die immer wieder im Internet kursiert und angeblich die Börsenkurse vorhersagen kann.
Immerhin: Hobbyanalysten deuten darauf hin, dass die Kurve Krisen wie den Crash 1929, das Platzen der Dotcom-Blase oder den Corona-Crash 2020 erstaunlich präzise vorhergesagt habe.
Auf der anderen Seite: Die Annahmen der Grafik beruhen nicht auf ökonomischen Zusammenhängen, sondern auf planetaren Konstellationen (sind also Quatsch – aber das sind ja auch die KGVs von Palantir & Tesla).
Übrigens: Das Jahr 2026 erwähnt die Grafik auch – und empfiehlt: alles verkaufen.

Roland Lindenblatt, Lead Editor marketscrunch ([email protected])

Jonathan E. Klein, Associate Editor marketscrunch ([email protected])
Before The Bell
Agenda 260119
🇩🇪: Insolvenzen (Oktober)
🇪🇺: Verbraucherpreise (Dezember)
🇨🇳: BIP (Q4)
📊: Douglas (Trading Update, Q4)
Top Story: EU kontert Trump – €93-Mrd.-Gegenzölle nach Grönland-Eskalation

Flaggen vor der Fassade der EU-Kommission in Brüssel: Hier weht seit gestern Abend ein anderer (handelspolitischer) Wind (Foto: IMAGO / NurFoto)
Was ist passiert: Gestern Abend hat Europa auf Trumps Grönland-Drohungen reagiert – und wie. ➡️ Die EU-Staaten wollen sich gegen US-Zölle mit eigenen Importabgaben im Wert von €93 Mrd. auf amerikanische Waren wehren
Says Who? Das berichtet zunächst DER SPIEGEL, unter Berufung auf EU-Kommissionskreise
Zuvor: Hatte US-Präsident Trump den Grönland-Konflikt eskaliert und acht EU-Ländern mit Strafzöllen gedroht – zusätzliche 10 % auf die eh schon bestehenden 15 % ab Februar, zusätzliche 25 % ab Juni –, sollten die Länder einen Kauf Grönlands durch die USA nicht unterstützen
Red Alert: Ökonomen, Politiker und Wirtschaftsverbände hatten geschlossen vor massiven Schäden für Handel und Wachstum gewarnt – nun reagiert die EU mit handelspolitischen Vergeltungsmaßnahmen
Die Details: Nach SPIEGEL-Informationen hatten die EU-Botschafter sich am späten Sonntagabend nicht auf die Verhängung neuer Gegenzölle für die USA geeinigt – aber stattdessen einen anderen Mechanismus aus der Schublade gezogen 👇
Remember: Bereits im Juli 2025 hatte die EU beschlossen, dass Gegen-Strafzölle im Volumen von €93 Mrd. – etwa für US-Bourbon, Flugzeugteile und Sojabohnen – automatisch am 6. Februar in Kraft treten werden, sollte der im August 2025 finalisierte Zoll-Deal zwischen den USA und der EU nicht halten
🇨🇳-Playbook: Die EU folgt mit der angekündigten Vergeltungsmaßnahme dem chinesischen Umgang mit Trump - denn die Chinesen ließen sich im Handels-Clinch mit den USA auf kaum etwas ein, drohten immer wieder mit Vergeltung (think: Dominanz bei Seltenen Erden, massenhafter Abverkauf von US-Anleihen, etc.) und am Ende musste Trump nachgeben (auch wenn er versuchte, das als den weltbesten Deal zu verkaufen)
Listen Up, Mark Rutte: Die EU scheint begriffen zu haben, dass die Zeit der Beschwichtigungen und mitunter peinlichen Unterwerfungsgesten (remember: NATO-Generalsekretär Mark Rutte nannte Trump „Daddy“) nun vorbei ist
Thin Ice: Deutschland würde laut Ökonomen durch US-Zölle in Höhe von 25 % (die aktuellen 15 % + 10 % Grönland-Strafzoll) rund 0,2 % Wachstum / Jahr einbüßen – was nach zwei Rezessionsjahren und +0,2 % Mini-Wachstum in 2025 hart wäre
Zoom Out: Die Exporte in die USA sanken 2025 bereits um 7 % auf knapp €150 Mrd. – und kein Unternehmen baut Kapazitäten aus, wenn Zölle wieder jederzeit per Truth Social verkündet werden
Warum das wichtig ist: Weil – und so groß müssen wir es machen – hier gerade der Westen zerbricht 🫤
In A Nutshell: Donald Trump zerstört gerade – scheinbar mutwillig – die Pax Americana. Also die Weltordnung, die vielen Ländern dieser Welt (allen voran: Deutschland) 80 Jahre relativen Frieden und Wohlstand gebracht hat
Market Mover: Stellt euch also auf eine volatile Börsenwoche ein – welche Aktien (🪖) davon profitieren, dürfte kein Geheimnis mehr sein (mehr dazu 👇)
Further Reading: Financial Times, Handelsblatt, Manager Magazin
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Warum diese KI gezielt nachfragt – bevor sie einordnet

Was ist passiert: Viele KI-Tools liefern sofort Antworten – egal, ob die Frage gut gestellt ist oder nicht. Bei komplexen Themen wie Geldanlage führt das oft zu falschen Schlüssen.
Worum es geht: quirion.Ai macht es smarter. ➡️ Statt direkt Tipps auszuspielen, stellt der KI-Finanzassistent gezielte Rückfragen, wenn relevante Informationen fehlen – etwa zu Zielen, Zeithorizont oder Erwartungen. Erst dann folgt eine fundierte Einordnung auf Basis finanzwissenschaftlicher Methodik.
Warum das zählt: Weil gute Anlageentscheidungen mit den richtigen Fragen beginnen – nicht mit schnellen Antworten.
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Market Mover: Europa rüstet (weiter) auf – und die Börse feiert (weiter)

Ziel erfasst: Europäische Rüstungsaktien schießen weiter nach oben (Foto: IMAGO / Panama Pictures)
Was ist passiert: Europäische Rüstungsaktien erlebten einen explosiven Jahresstart – mit einem Plus von knapp 15 % im Januar liefern sie bereits ein Viertel der Rekordgewinne aus 2025 📈
Guns & Gains: Der Stoxx Europe Aerospace and Defence Index hat sich seit Russlands Invasion 2022 mehr als verdreifacht – Trumps Grönland-Obsession, Venezuela-Intervention und Iran-Krise beflügeln den Rüstungsboom nun weiter
Star-Performer: Schwedens Rüstungs-Player Saab legt im Januar +32 % zu, UK-Rüstungskonzern BAE Systems gewinnt +22 % und Rheinmetall ebenfalls +22 % – während die Deutschen bis 2030 einen Jahresumsatz von €50 Mrd. anpeilen, fünfmal so viel wie 2024
Budget Boost: Auch US-Verteidigungsaktien steigen im Januar +11 % – angeführt von Lockheed Martin $LMT ( ▲ 0.79% ) (+20 %), Northrop Grumman $NOC ( ▲ 1.88% ) (+17 %) und Boeing $BA ( ▼ 0.02% ) (+14 %) – Rückenwind kommt aus Washington, wo Trump eine Anhebung des US-Verteidigungsbudgets um 50 % auf $1,5 Bio. fordert ☝️
Warum das wichtig ist: Weil der Rüstungsboom die neue europäische Realität widerspiegelt, in der die USA kein verlässlicher Verbündeter mehr sind
Wake-Up Call: Trumps Grönland-Fantasien und der Ukraine-Krieg katalysieren Europas strategische Neuausrichtung hin zu eigenen militärischen Kapazitäten, was Rheinmetall & Co. auf Jahre volle Auftragsbücher sichert 💰
IPO Fever: Der tschechische Munitionshersteller Czechoslovak Group und der deutsch-französische Panzerbauer KNDS peilen noch 2026 ihre Börsengänge an – getrieben von FOMO und dem Bedarf nach frischem Kapital, um Kapazitäten hochzufahren
Further Reading: Financial Times, Reuters, Morningstar

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Top Reads
🤝 EU und Mercosur haben nach 25 Jahren Verhandlungen ihr Freihandelsabkommen unterzeichnet – eine Freihandelszone mit über 700 Mio. Einwohnern und $22 Bio. Wirtschaftsleistung als Gegensignal zu Trumps Zollpolitik. Die EU erwartet 39 % mehr Exporte in die Mercosur-Staaten, während europäische Bauern den Preiskampf mit südamerikanischen Farmern fürchten. (Deep Dive)
🚘 Porsche hat 2025 insgesamt nur 279.400 Fahrzeuge abgesetzt – ein Rückgang von 10 % und der niedrigste Stand seit dem Coronajahr 2020. Besonders dramatisch: In China brachen die Verkäufe um 26 % auf nur noch 41.900 Fahrzeuge ein, auch Deutschland (-16 %) und Europa (-13 %) schwächeln, nur Nordamerika hält das Vorjahresniveau. (Deep Dive)
🏭 Klöckner & Co, der deutsche Stahl- und Metallverarbeiter, wird vom US-Konzern Worthington Steel für €2,1 Mrd. übernommen. Worthington, ein Metallverarbeiter mit $3,8 Mrd. Umsatz, will Klöckner bei der Fokussierung auf höherwertige Produkte weiterbringen. (Deep Dive)
💻 Blackstone plant eine €4-Mrd.-Investition in ein Rechenzentrum im westfälischen Lippetal – betrieben von der hauseigenen Firma QTS für Kunden wie Amazon Web Services und Microsoft. Der Deal ist noch nicht final und die Fertigstellung wird erst in den frühen 2030er-Jahren erwartet. (Deep Dive)
📈 Bulgarien ist seit Januar 2026 Euro-Mitglied – und der Aktienindex Sofix schießt seitdem durch die Decke: +18 % seit Jahresbeginn, +55 % im Jahresvergleich. Die Euphorie rund um die Währungsumstellung treibt die Börse in Sofia Richtung Zwei-Jahrzehnte-Hoch. (Deep Dive)
Optional Reads
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DAX: Schließt Vorwoche 0,2 % im Minus bei 25.297 Punkten (Deep Dive)
Bundesregierung: Führt E-Auto-Prämie rückwirkend ab Jahreswechsel ein (Deep Dive)
Erdgas: Preis steigt auf 6-Monats-Hoch – Speicher 52 % gefüllt (Deep Dive)
Daimler Truck: Absatz sinkt um 8 % auf 422.510 Einheiten (Deep Dive)
DTCP: Startet €500-Mio.-Rüstungsfonds für Defence-Tech-Start-ups (Deep Dive)
World 🌎
Wall Street: Taiwan-USA-Abkommen treibt Tech-Werte an (Deep Dive)
Asiatische Börsen: Nikkei fällt nach Gewinnmitnahmen (Deep Dive)
Bayer: Supreme Court prüft Glyphosat-Klage – Aktie steigt +5% (Deep Dive)
Trump: Kauft Unternehmensanleihen für rund €100 Mio., u.a. von Netflix und Warner Bros. (Deep Dive)
Musk: Fordert bis zu $109,4 Mrd. von OpenAI und Microsoft (Deep Dive)
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📌 Tengelmann Ventures: Investment Associate, München
📌 UVC Partners: Investment Associate Growth, München
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