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#40: Bundesbank mit Milliardenverlust, NVIDIA vor wichtigen Earnings
Jeden Morgen smarter. In <5 Minuten ⬇

🧠, liebe Cruncher!
Stellt euch vor, jemand würde euch fragen, sein 9-stelliges Vermögen zu managen – Robin Binder ist genau das passiert. Wie er das Vermögen angelegt und was er dabei gelernt hat, das erzählt er euch heute Abend um 18 Uhr im Live-Stream.
Hier geht’s zur Anmeldung – für marketscrunch-Abonnenten ist die Teilnahme natürlich kostenlos (und eigentlich verpflichtend)!
Before The Bell

*Stand: Vortag, 22 Uhr – was diese Zahlen bedeuten 📊
Agenda 250226
🇩🇪: GfK-Konsumklima-Umfrage
🇫🇷: INSEE-Konsumklima-Umfrage
📊: Deutsche Telekom, eBay, NVIDIAAAA, Salesforce (alle Q4), E.ON, Stellantis (alle FY)
Top Story: €19,2 Mrd. weg – Bundesbank mit historischem Verlust

Stimmung war schon mal besser – Bundesbank-Chef Nagel gestern in Frankfurt (Foto: IMAGO)
Was ist passiert? Die Deutsche Bundesbank meldet für 2024 einen Verlust von €19,2 Mrd. – und damit den ersten Verlust seit 1979 (damals war Donald Trumps Lieblingssong Nr.1 in den deutschen Charts, pardon in der Hitparade)
Zinsdifferenz als Verlusttreiber: Die €19,2 Mrd. Fehlbetrag entstehen, weil hohe Einlagenzinsen (bis zu 4 %) die niedrigen Erträge aus alten Anleihebeständen übersteigen
Die Details: Die Goldreserven stiegen um 35 % auf €270,6 Mrd. und sorgen für eine stabilere Bilanz – können aber die Verluste bei Weitem nicht ausgleichen
Zinskosten explodieren: Die Bundesbank muss hohe Zinsen an Geschäftsbanken zahlen, während ihre Anleihebestände kaum Rendite bringen – diese hatte die Bundesbank in der Niedrigzinsphase massenhaft aufgekauft
Langsamer Turnaround: Präsident Joachim Nagel plant, die Verluste über Jahre mit zukünftigen Gewinnen auszugleichen – eine schnelle Entlastung ist aber nicht in Sicht
Kein Staatsgeld: Eine Rekapitalisierung durch den Bund steht trotz Vorschlägen des Bundesrechnungshofs nicht zur Debatte
Warum das wichtig ist: Weil die Bundesbank von 2000 bis 2019 im Schnitt €3 Mrd. pro Jahr an den Staat abgeführt hat – diese Ausschüttungen fallen nun auf absehbare Zeit aus
Kein Aufschwung in Sicht: Deutschland steckt weiterhin in einer wirtschaftlichen Schwächephase – nach KfW-Schätzungen wird das BIP 2025 erneut um 0,2 % schrumpfen
Dringender Handlungsbedarf: Bundesbank-Präsident Nagel drängt auf eine schnelle Regierungsbildung, um wirtschaftspolitische Impulse zu setzen (think: schnelle Reform der Schuldenbremse, bevor im neuen Parlament Sperrminorität aus Linken + AfD droht) und das dritte Rezessions-Jahr in Folge zu verhindern
Next Up: Die kommenden EZB-Entscheidungen werden genau beobachtet – der Markt rechnet Mitte 2025 mit einer ersten Zinssenkung
Further Reading: Financial Times, Handelsblatt, Bloomberg, KfW
UNSER PARTNER: NAO
Investieren wie die Profis? Exklusive Einblicke mit NAO-CEO Robin Binder, heute um 18 Uhr
Was ist passiert: Wir veranstalten mit unserem Partner NAO das allererste marketscrunch-Webinar.
Das Thema: Portfolio-Strategien von NAO-CEO Robin Binder, der zuvor ein Family Office geleitet und das 9-stellige Vermögen einer Unternehmerfamilie verwaltet und allokiert hat.
Heißt für Dich: Kostenlose Portfolio-Insights, Absicherungsstrategien – zum Nulltarif.
Die Details: Heute um 18 Uhr – entspannt im Livestream.
Anmeldung: Hier geht’s zur Anmeldung – für marketscrunch-Abonnenten ist die Teilnahme natürlich kostenlos!
Market Mover: NVIDIA vor Quartalszahlen – Bewährungsprobe für KI-Branche

Er kennt die Zahlen schon – NVIDIA-CEO Jensen Huang, hier im Januar in Taiwan (Foto: IMAGO)
Was ist passiert: NVIDIA steht vor einem entscheidenden Quartalsbericht
Am Mittwoch: Wird der KI-Chip-Gigant seine Zahlen vorlegen – und damit möglicherweise Zweifel ausräumen, ob die massiven Investitionen in teure KI-Technologie gerechtfertigt sind
Hintergrund: Ist die jüngste Verunsicherung durch das chinesische KI-Startup DeepSeek, das mit günstigen KI-Modellen den Markt aufgemischt und NVIDIA zeitweise $593 Mrd. an Börsenwert gekostet hat
Die Details: NVIDIA erwartet für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von 72 % auf $38,05 Mrd. – der schwächste Zuwachs seit sieben Quartalen
Blackwell-Chips als Schlüsselprodukt: NVIDIA fokussiert sich zunehmend auf den Verkauf kompletter AI-Computing-Systeme wie GB200 NVL72, das GPUs, CPUs und Netzwerktechnik bündelt. Diese Strategie steigert den Umsatz, erhöht aber auch die Produktionskosten und drückt damit die Margen
Engpässe in der Produktion: Designprobleme und Lieferengpässe bremsten die Blackwell-Produktion zuletzt – was das Q4-Ergebnis schmälern könnte
Big Tech bleibt standhaft: Trotz Marktunsicherheiten investieren Microsoft, Meta, Google und Amazon weiter massiv in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur
Warum das wichtig ist: NVIDIAs Zahlen könnten zeigen, ob die Euphorie rund um KI-Hardware weiter anhält – oder ob Investoren ihre Erwartungen neu justieren müssen
Hedgefonds in Alarmbereitschaft: Die Nachfrage nach Absicherungen gegen Kursverluste ist vor den NVIDIA-Earnings auf dem höchsten Stand seit 2023
Further Reading: Reuters, Bloomberg, Wall Street Journal
Top Reads
💰 Der deutsche Staat verzeichnete 2024 ein Defizit von €118,8 Mrd., trotz Rekordeinnahmen von €2,01 Bio. Ausgaben stiegen um 5,3 % auf €2,13 Bio., besonders für Zinsen (+24,2 %) und Sozialleistungen. (TAG)
📉 Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt erstmals 0,05 Prozentpunkte über dem Swap-Satz. Experten werten dies als Misstrauensvotum der Investoren gegenüber den bisher als sicherste Wertpapiere im Euro-Raum geltenden Bundesanleihen. (HB)
⛽️ Deutschlands größter Gashändler Uniper entging 2022 dank milliardenschwerer Beihilfen des Deutschen Bundes der Insolvenz. Nun zahlt der verstaatlichte Energiekonzern um Finanzchefin Jutta Dönges €2,6 Mrd. zurück – und damit mehr als bislang geplant. (MM)
Optional Reads
Home 🥨
DAX: Fuhr gestern Achterbahn (TAG)
Munich Re: Erhöht Dividende und kauft Aktien zurück (HB)
Thyssen-Krupp: Plant Börsengang der Marine-Sparte TKMS noch 2025 (DA)
FMC: Dialysespezialist Fresenius Medical Care steigert Gewinn deutlich und erhöht Dividende um 21 % auf €1,44 (MM)
Heidelberg Materials: Konzern steigert Betriebsgewinn um 6 % auf €3,2 Mrd. trotz schwacher Nachfrage (SWR)
World 🌎
Krypto: Bitcoin-Kurssturz beschleunigt sich (MM)
US-Futures: Märkte wägen Handelsrisiken ab, NVIDIA sinkt vor Ergebnissen (FT)
BoE-Mitglied: Gremium uneinig über Tempo der Zinssenkungen in Großbritannien (BBG)
Chinas Immobilienmarkt: Preise fallen weiter, Erholung erst 2026 erwartet (RT)
Anthropic: OpenAI-Konkurrent mit +$60 Mrd. bewertet (HEI)
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Job Board
🔥 Top Job: Die Schokoladenmanufaktur Lindt sucht eine Assistenz für ihren CFO – Standort: Aachen. On top gibt’s ein Schokoladen-Guthaben (yes, really), Chocolate Masterclasses und – damit alles im Gleichgewicht bleibt – auch ein Geschäftsfahrrad.
📌 Predium: Senior Product Manager, München
📌 HelloFresh: Senior Product Manager II, AdTech (Decisions Alliance), Berlin
📌 Exclaimer: Senior Product Manager, UK - Hybrid
📌 FUNDED: Product & Growth Manager, München
📌 Cosuno: Senior Product Manager, Remote
📌 doinstruct: Sr. Backend Developer - AWS/Node, Berlin
📌 Personio: Staff Product Manager Payroll, München/Berlin
📌 HPI: Tech Entrepreneur Venture Capital Professional, Potsdam
📌 mimic: Business Development Manager, Zürich
📌 Circula: Partner Relations Manager, Berlin
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