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#54: Deutsche Industrie flieht ins Ausland, Hedgefonds setzen wieder auf die USA
Jeden Morgen smarter. In <5 Minuten ⬇

🖍️, liebe Cruncher!
In welcher „Zone“ wollt ihr sein? In der „Exceptional Zone“, der „Achievement Zone“ oder der „Improvement Zone“?
Wisst ihr nicht? Dann einfach bei SAP nachfragen, die teilen die Belegschaft nämlich ab jetzt in diese drei Kategorien ein – je nachdem, wie gut die Mitarbeiter performen.
Läufer wissen natürlich: Die einzige richtige Zone ist Zone Two. Und wenn wir „Zone“ hören, müssen wir immer an dieses Titanic-Cover denken.
Before The Bell

*Stand: Vortag, 22 Uhr – was diese Zahlen bedeuten 📊
Agenda 250318
🇨🇦: CPI-Inflationsrate (Februar)
📊: Continental, Springer Nature (beide FY)
Top Story: Industrie flieht ins Ausland – hohe Kosten belasten Standort Deutschland

Europas größtes Stahlwerk im Duisburger Norden – Betreiber Thyssenkrupp ist eines der größten Industrieunternehmen des Landes (Foto: IMAGO)
Was ist passiert: Laut Konjunkturumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) verlagern deutsche Industrieunternehmen zunehmend ihre Produktion aus Kostengründen ins Ausland
Die Details: 35 % der Unternehmen nennen Kostenersparnisse als Hauptmotiv für Auslandsinvestitionen – das ist der höchste Wert seit der Finanzkrise 2008
DIHK 101: Die DIHK vertritt als Dachorganisation die Interessen der deutschen Wirtschaft im In- und Ausland (btw: jedes deutsche Unternehmen ist zwangsweise Mitglied in einer IHK – ob es will oder nicht. Lieben Gruß an das Rechnungsmanagement der IHK Berlin an dieser Stelle, Brief ist angekommen 👋)
Wendepunkt: Kostendruck statt Markterschließung – der Antrieb für Auslandsinvestitionen wandelt sich bei deutschen Industrieunternehmen gerade
Reasoning: Hohe Energiekosten, Bürokratie und steigende Steuerlast - der Standort Deutschland wird zunehmend unwirtschaftlich, Abwanderung ins Ausland so zur echten Alternative und der deutsche Arbeitsmarkt so zusätzlich unter Druck gesetzt
Zielregionen: Die Eurozone bleibt mit 64 % (-1 % y/y) noch wichtigste Region für Auslandsinvestitionen – Nordamerika gewinnt mit 48 % (+3 % y/y) an Attraktivität
Deutschland Teuerland: 76 % der Unternehmen empfinden die hohen deutschen Energiepreise als großes Geschäftsrisiko – im Schnitt zwei von fünf Industrieunternehmen planen zudem, ihre Investitionen in Deutschland zu verringern
Warum das wichtig ist: Der Trend zur Produktionsverlagerung bedroht Deutschlands Position als Industriestandort – zeigt dringenden Handlungsbedarf auf
Politischer Handlungsdruck: Die DIHK-Erkenntnisse fallen mit den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD zusammen – diese versprachen bereits Entlastungen für die Industrie
Und zwar: Soll die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß gesenkt und übermäßige Bürokratie abgebaut werden, zudem sollen die Netzentgelte halbiert werden
Wir vermuten: Dass ein Teil der gestiegenen USA-Investitionen auch damit zusammenhängt, dass deutsche Unternehmen den Trump-Zöllen vorbeugen wollen – und deswegen lieber gleich in den USA produzieren
Further Reading: Manager Magazin, Handelsblatt, DIHK
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Was ist passiert: Über NAO kannst Du jetzt auch in einen Private Equity Fonds der Partners Group investieren.
Mit im Fonds: Unter anderem die Schweizer Uhrenikone Breitling und FairJourney Biologics, eines der führenden BioTechs mit Fokus auf Antikörperforschung.
Warum jetzt: Die Volatilität auf den Aktienmärkten steigt – Private Equity bietet Dir eine Anlageklasse mit längerem Investmenthorizont, bei NAO sogar schon ab €1.000.
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Market Mover: Nach jüngstem Sell-off – Hedgefonds setzen schon wieder auf US-Aktien

Händler zu Wochenbeginn an der New Yorker Börse (Foto: IMAGO)
Was ist passiert: Hedgefonds haben vergangene Woche damit begonnen, wieder US-Aktien ihren Portfolios hinzuzufügen – nachdem es zuvor noch einen massiven Ausverkauf an der Wall Street gegeben hatte
Die Details: Nach intensivem Abbau von US-Positionen – insbesondere am 7. und 10. März – fügten Fondsmanager ihren Portfolios sowohl Long- als auch Short-Positionen in US-Aktien hinzu, während sie ihre Exposure in Europa und Asien deutlich verringerten 🇺🇸
Hedgefonds 101: Diese Arten von Investmentfonds nutzen verschiedene Strategien, um überdurchschnittliche Renditen zu erzielen – oft mit risikoreichen Techniken wie Leerverkäufen (Shorts)
Hot or not: Gerade galten europäische und chinesische Aktien bei US-Investoren noch als große Chance – nun wurden EU-Stocks so schnell wie seit über 5 Jahren nicht mehr veräußert
Bewertungslücke? Ein Anstieg von +7 % beim STOXX 600 und ein Rückgang von 4 % beim S&P 500 in diesem Jahr verringern die Unterbewertung der „Old Continent“-Aktien (think: Europa) schon wieder
Warum das wichtig ist: Weil die Rückkehr zu US-Titeln wieder vorsichtigen Optimismus in den US-Markt signalisiert
Relative Sicherheit: US-Märkte gelten als liquider als die europäischen und die chinesischen – die zudem jeweils weiterhin mit Trumps unberechenbaren Zolldrohungen konfrontiert sind
Reminder: Auf die Frage, ob nun die USA oder Europa weiterhin outperformen, lautet die Antwort im long-run: Diversifikation 😉
Further Reading: Reuters, Goldman Sachs
Top Reads
📈 Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet. Die Industrieproduktion stieg im Januar und Februar um 7 % ggü. Vorjahr. Einzelhandelsumsätze legten um 5,5 % zu, Anlageinvestitionen um 4,2 %. Trotz der anhaltenden Immobilienkrise deuten die Zahlen auf eine Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft hin. (Deep Dive)
📉 Die OECD senkt die Wachstumsprognose für Deutschland: 2025 soll das BIP nur um 0,4 % wachsen – Grund dafür sind Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Für 2026 erwartet die OECD ein Wachstum von 1,1 %. Das von Union und SPD geplante Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur könne mittelfristig das Wachstum steigern. (Deep Dive)
🏢 Stada plant laut Insidern einen baldigen Börsengang. Der deutsche Pharmakonzern könnte schon am Mittwoch die Emission ankündigen. Stada, bekannt für Generika und rezeptfreie Medikamente, strebt eine Bewertung von €14 Mrd. an. Die Eigentümer Bain Capital und Cinven wollen durch den IPO ihr Stada-Investment vergolden. (Deep Dive)
Optional Reads
Home 🥨
DAX: Steigt auf 23.155 Punkte (Deep Dive)
ifo-Institut: Senkt BIP-Prognose für 2025 auf 0,2 %, warnt vor US-Zöllen (Deep Dive)
KfW: Meldet 3 % Anstieg bei Existenzgründungen auf 585.000 in 2024 (Deep Dive)
PwC: Hohe Mieten in Großstädten treiben Fachkräfte in Jobwechsel (Deep Dive)
Moody's: Stuft VWs Kreditwürdigkeit herab, warnt vor Margendruck (Deep Dive)
World 🌎
US-Märkte: Wall Street zu Wochenbeginn uneinheitlich (Deep Dive)
OECD: Warnt vor Trumps Handelskrieg – weil er Wachstum bremsen und Inflation schüren würde (Deep Dive)
Bank of England: Hält Zinssatz trotz globaler Unsicherheit stabil (Deep Dive)
Japan: Investiert €100 Mio. in französisches Seltene-Erden-Projekt (Deep Dive)
NVIDIA: KI- und Quantencomputing-Aktien steigen vor Jahreskonferenz (Deep Dive)
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Job Board
🔥 Top Job: Uber baut seine Präsenz in Deutschland aus und sucht eine:n Country Manager für Uber Advertising, den Werbearm des Unternehmens. Heißt: Eines der größten Werbebudgets der Transportbranche für DACH verwalten – what’s not to like?
📌 Ctrlz: Business Development Manager, Berlin
📌 Liria: Venture Development Intern, Nürnberg
📌 Cherry Ventures: Finance Analyst, Berlin
📌 Koro Handels GmbH: Marketing Manager BeNeLux, Berlin
📌 Butternut Box: Operations Lead, London
📌 Corti: Account Executive, Berlin
📌 Zenjob: Senior Business Developer, Berlin
📌 ClearOps: Account Executive, München
📌 GridX: Senior Account Executive, Aachen
📌 GovRadar: Chief of Staff, München
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