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#51: Porsche mit Gewinneinbruch, Rheinmetall mit Rekordgewinn
Jeden Morgen smarter. In <5 Minuten ⬇

🤷♂️, liebe Cruncher!
Niemand weiß so ganz genau, was Palantir macht. Einige glauben: Salesforce for killing people.
Der für seine unorthodoxen Auftritte und provokativen Sprüche bekannte Palantir-CEO Alex Karp hat nach Informationen der Financial Times seit Januar 2024 Palantir-Aktien im Wert von $1,9 Mrd. verkauft.
Was einigermaßen brisant ist, denn: Karp hatte noch im vergangenen Jahr Analysten und Leerverkäufer scharf angegriffen, die dem Unternehmen eine drastische Überbewertung vorgeworfen hatten.
Before The Bell

*Stand: Vortag, 22 Uhr – was diese Zahlen bedeuten 📊
Agenda 250313
🇪🇺: Industrieproduktion (Januar)
🇺🇸: PPI-Inflationsrate (Februar)
📊: Deutsche Bank, Deliveroo, HelloFresh (alle FY)
Top Story: Porsche mit Gewinneinbruch – und Rückkehr zum Verbrenner

Baustelle Porsche: Mitarbeiter im Porsche-Stammwerk – auch hier sollen Stellen wegfallen (Foto: IMAGO)
Was ist passiert: Der Sportwagenbauer Porsche verzeichnete 2024 einen Gewinneinbruch von 30 % auf €3,6 Mrd. – und passt nun seine Strategie an
Rendite-Rückgang: Die operative Rendite sank von 18 % auf 14% – weit entfernt vom langfristigen 20%-Ziel
Die Details: Porsche kämpft mit Absatzproblemen in China (-28 %), Lieferengpässen und einer langsameren Verbreitung der E-Mobilität
Porsche 101: Der Luxusautobauer, bekannt für den 911er, setzt nun wieder verstärkt auf Verbrenner und Hybride, um die Profitabilität zu steigern 💨
Strategiewechsel: Porsche investiert €800 Mio. in Restrukturierung, neue Modelle und Software – und plant den Abbau von 1.900 Stellen bis 2029, auch im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen
Margenziele angepasst: Mittelfristig strebt Porsche 15-17 % Rendite an, für 2025 werden nur 10-12 % erwartet
Dividende stabil: Trotz Gewinneinbruchs bleibt die Ausschüttung bei €2,31 pro Vorzugsaktie – entgegen Analystenschätzungen und zur Freude von Porsche-Patriarch Wolfgang Porsche (wir berichteten)
Warum das wichtig ist: Der Strategiewechsel zeigt, dass auch die Premiumhersteller auf dem chinesischen Markt an Boden verlieren
Case in Point: neben Porsche vor allem Audi und Mercedes, deren Modelle im chinesischen E-Auto-Markt bisher kaum eine Rolle spielen (Remember: 2024 gab es Monate, in denen Mercedes keinen einzigen EQE in China verkauft hat)
Branchenindikator: Porsches Probleme spiegeln die Herausforderungen der gesamten Autoindustrie wider – bereits gestern hatte Mutterkonzern VW einen Gewinneinbruch um 30 % berichtet, vor allem wegen Nachfrageschwäche und Kostendruck
Zukunftsfragen: Der Fokus auf Verbrenner könnte kurzfristig die Marge stützen – stellt aber Porsches langfristige Wettbewerbsfähigkeit in Frage
Noch mehr Fragen: Stellt Stuttgarter Influencerin Olivia von Platen (28) – deren Mann Detlev (61) musste nämlich im Februar seinen Hut als Porsche-Vertriebsvorstand nehmen. Und das auch – wie Olivia von Platen in einem Post suggeriert – weil dem Konzern die privaten Insta-Einblicke in den Haushalt von Platen nicht gefielen? 💅
Further Reading: Handelsblatt, Spiegel, Tagesschau
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Market Mover: €1,5 Mrd. in 2024 – Rüstungsboom treibt Rheinmetall-Rekordgewinn

Starke Zahlen, starker Schal: Rheinmetall-CEO Armin Papperger (Foto: IMAGO)
Was ist passiert: Angetrieben von wachsenden Verteidigungsausgaben infolge des Ukraine-Krieges hat der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall 2024 einen Rekordumsatz von €9,8 Mrd. verzeichnet – ein Plus von 36 % gegenüber dem Vorjahr
Kriegsfolgen: Das operative Ergebnis stieg um 61 % auf €1,5 Mrd. – der Auftragsbestand erreichte mit €55 Mrd. einen neuen Höchststand
Die Details: Rheinmetall-Chef Armin Papperger sprach bei der Präsentation der Ergebnisse von einer „Epoche der Aufrüstung in Europa“ – und erwartet für 2025 ein Umsatzwachstum von 25-30 %
Wichtig: Die Entwicklungen der vergangenen Wochen seien in dieser Prognose noch nicht enthalten – das geplante milliardenschwere Finanzpaket von Union und SPD sowie die Aufrüstungspläne der EU könnten das Geschäft also zusätzlich antreiben
Rheinmetall 101: Der Konzern produziert Kampfpanzer, Drohnen und Artilleriesysteme – 80 % des Umsatzes stammen aus dem Militärgeschäft
Börsenreaktion: Die Rheinmetall-Aktie erreichte ein Rekordhoch von €1.250,50 – seit Jahresbeginn hat sich der Wert mehr als verdoppelt
Kapazitätsausbau: Das Unternehmen erhöhte bereits seine Produktionskapazitäten und erwartet weiteres Wachstum in den kommenden Jahren
Kleiner Wermutstropfen: Das zivile Geschäft als Autozulieferer ist den Angaben zufolge „branchentypisch“ rückläufig – deswegen steuert der Konzern etwas um und möchte Standorte, die bislang nur für das Autozulieferer-Geschäft genutzt wurden, auch für die Militärproduktion nutzen
Warum das wichtig ist: Weil Rheinmetalls Erfolg die wachsende Bedeutung der Rüstungsindustrie in Zeiten geopolitischer Spannungen und erhöhter Verteidigungsausgaben unterstreicht
Politischer Rückenwind: Union und SPD planen, Verteidigungsausgaben weitgehend von der Schuldenbremse auszunehmen – sofern die Grünen zustimmen
Eimal tief durchatmen: Auf dem deutschen Ableger des Subreddits WallStreetBets (WallStreetBetsGER) wurde Rheinmetall schon jetzt zur Aktie des Jahres gekürt – wir raten: Vor Investment unbedingt einmal den Geschäftsbericht lesen und selbst denken
Further Reading: Financial Times, Manager-Magazin, Spiegel, DIE ZEIT
Top Reads
🇪🇺 Die EU-Kommission kündigt Gegenzölle auf US-Waren im Wert von €26 Mrd. an. Ab April sollen Extrazölle auf Bourbon, Jeans und Motorräder gelten. Die Maßnahme folgt auf neue US-Zölle von 25 % auf Stahl- und Aluminiumimporte. EU-Chefin von der Leyen kritisiert die US-Zölle als schlecht für Geschäft und Verbraucher. (Deep Dive)
📉 Novo Nordisk verliert weiter an Börsenwert. Seit Juni 2024 hat sich der Wert des Pharmariesen halbiert. Grund: Anleger fürchten Konkurrenz im Abnehmmarkt. Roche und Zealand Pharma kooperieren nun bei einem neuen Mittel. Zudem enttäuschte Novo Nordisks Wegovy-Nachfolger Cagrisema mit nur 15,7 % Gewichtsverlust. In der Folge fiel die Aktie auf <€68, und damit auf ein Zweijahrestief. (Deep Dive)
🏦 Italiens Großbank UniCredit darf sich (wohl) freuen – das grüne Licht der EZB für die Übernahme von 29 % der Commerzbank steht nach Informationen der italienischen Zeitung Il Corriere della Sera unmittelbar bevor. Läuft alles nach Plan, wäre UniCredit schon am Freitag in der Lage, Derivatkontrakte in Aktien umzuwandeln und so seinen Commerzbank-Anteil von 9 % auf 29 % zu erhöhen. (Deep Dive)
Optional Reads
Home 🥨
World 🌎
US-Inflation: Fällt stärker als erwartet auf 2,8 % (FT)
US-Staatsausgaben: Auf neuem Höchststand – trotz Musks Regierungseffizienz-Behörde DOGE (RT)
Handelspolitik: US-Unternehmen schlagen Alarm wegen Zollchaos (RT)
NASDAQ: Stoppt High-Speed-Trading-Service wegen regulatorischen Drucks (FT)
Meta: Testet eigenen KI-Trainingschip (TC)
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Job Board
🔥 Top Job: Das KI-Startup Cohere – wir berichteten im aicrunch – sucht ein:e Country Manager für Deutschland. Mit >$500 Mio. Funding bei $5,5-Mrd.-Bewertung zählt Cohere zu den Top-KI-Startups global. Location: Berlin oder Frankfurt.
📌 Pliant: Revenue Operations Manager, Berlin
📌 Speexx: Chief Financial Officer, Berlin
📌 Partscloud: Chief of Staff, Stuttgart / Berlin
📌 Delivery Hero, Senior Associate M&A, Berlin
📌 Enter: Senior Product Lead, Berlin
📌 Wolt: Product Lead, Berlin, Stockholm oder Helsinki
📌 Economist: Sales Director, New York
📌 Plug & Play: Business Development Intern, München
📌 Notion: Startup Programs EMEA, Remote in Deutschland
What Do You Meme?

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